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Kiesabbau: BUND unterstützt Bürgerinitiative „Für eine Heimat mit Zukunft“

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt anlässlich der dritten Gesprächsrunde zum Thema Kiesabbau, die morgen (Donnerstag) in Mühlberg stattfinden wird, seine Unterstützung der Bürgerinitiative „Für eine Heimat mit Zukunft“.

Die Bürgerinitiative mit 60 Mitgliedern war im Juni 2016 gegründet worden und wendet sich gegen die landschaftsunverträglichen Erweiterungsvorhaben der Kieswerke „Elbekies“ in Mühlberg und „Berger Baustoffe“ in Altenau.

 

BUND-Naturschutzreferent Axel Heinzel-Berndt: „Wir unterstützen die Forderung nach einer unabhängigen gesamträumlichen Grundwassermodellierung.“ Eine Raumbelastungsstudie hatte darauf hingewiesen, dass die Abbaufelder fast vollständig in einem hochwassergefährdeten Bereich liegen. Dies wurde bisher unzureichend berücksichtigt. So ist erst im März durch das Landesbergamt ein Planfeststellungsbeschluss erlassen worden, der den Kiesabbau auf weiteren 45 ha zulässt. Diese Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet “Elbtalaue“.  Da dabei auf 40 ha eine Nassauskiesung erfolgt, bei der jährlich 3 Millionen Tonnen Kies aus dem Grundwasser gewonnen werden, wird der Wasserhaushalt erheblich beeinträchtigt.

 

Die Bürgerinitiative wird bei dem Gespräch am Donnerstag weitere Rekultivierungsmaßnahmen einfordern, da durch den Kiesabbau fruchtbare Ackerböden verloren gehen. Außerdem klagen die Anwohnerinnen und Anwohner über Lärmbelästigungen.

 

Der morgige dritte Kiesgipfel wird unter Beteiligung des Lausitzbeauftragten Klaus Freytag und des Leiters der Planungsgemeinschaft „Lausitz-Spreewald“ Carsten Maluszczak stattfinden.