Umzugswagen zum Tag der Sachsen 2018

Torgau, d. 10.09.2018

Am Sonntag d.10. September wird unter dem gleichen Motto wie im vergangenen Jahr beim Mühlberger Umzug der Anlass genutzt um auf die Reformierung des antiquierten Bergrechts hinzuweisen. Bildlich werden die an eine Tür genagelten Thesen im Umzug mitgeführt.

Grundgedanke dahinter: Die Kiesgewinnung macht nicht an der Landesgrenze halt, und die regionalen Auswirkungen dürfen nicht wie bisher nur punktuell auf einzelne Fördervorhaben untersucht werden. Kieswerke mit riesigen Restseen gibt es eben auch südlich und westlich von Mühlberg.

 

Großes Interesse an Fakten zum Kiesraubbau

Mühlberg, d. 25.08.2018

Am Samstag d.25. August 2018 rief die Bürgerinitiative „Für eine Heimat mit Zukunft e.V.“ zur jährlichen Radtour auf, um sich vor Ort ein Bild vom jetzigen und geplanten Kiesabbau in der Gemeinde zu verschaffen.

Dieses Jahr thematisierte die Radtour vor allem die beantragte Erweiterung auf 296 ha  der Firma Berger Rohstoffe GmbH inklusive Gleisanschluss nahe Neuburxdorf, sowie das von der Elbekies GmbH gekaufte Bergwerksfeld „Mühlberg/Neuburxdorf“ 237 ha. Anwohner befürchten, und das nicht zu Unrecht, eine Verminderung der Lebensqualität durch Lärm und Staub wie bereits in Mühlberg und Altenau beanstandet. Die Radtour führte durch das Lagergelände und die Neuburxdorfer Siedlung, welche durch Einwendungen engagierter Neuburxdorfer aus dem Bergwerkseigentum entlassen wurden – ein erster Erfolg. Unverständnis zeigte sich auf vielen Gesichtern, als von den Plänen eines unbeschrankten Bahnübergangs neben dem bestehenden Bahnübergang in Neuburxdorf-Siedlung berichtet wurde: das Hupsignal für einen durchfahrenden Kies-Zug, wie vor Ort demonstriert, wird schwer ertragbar sein.

Endstation war das ehemalige Kulturhaus in Burxdorf, wo sich die 66 Fahrradfahrer und Gäste aus der Gulaschkanone stärken konnten. Anschließend folgte ein informativer Vortrag zur aktuellen Abbau- und Genehmigungssituation, viele Anmerkungen von Betroffenen und Unterstützern der Bürgerinitiative vervollständigten das Bild. Angereiste Vertreter aus Politik und Organisationen sicherten ihre Hilfe zu, darunter Iris Schülzke (Landtag Brandenburg, parteilos), Diana Bader (Landtag Brandenburg, Die Linke), Joachim Pfützner (Kreistag EE, Die Linke), Uve Gliemann (Kreistag EE, LUN), Axel Heinzel-Berndt (BUND), Michael Ganschow (Grüne Liga) und Martina Mieritz (SPD). Im nachfolgenden ökumenischen Gottesdienst durch Pater Alois ,  Frau Schneider und Frau Böhm wurde die Bedeutung der Ressourcen Boden und Wasser betont, und zur Nachhaltigkeit aufgerufen. Bei Kaffee und Kuchen, dem Film „Wem gehört der Osten? Die neuen Seen“ (MDR), und angeregten Gesprächen klang der Nachmittag aus.

Die Bürgerinitiative war mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Mehr als 130 Teilnehmer wurden gezählt und belegten das zunehmende Interesse der Bevölkerung den Kiesraubbau zu verhindern. Am Ende waren sich alle einig: „Wir bleiben am Ball und kämpfen weiter für eine lebenswerte Heimat!“ 

 

Die Bürgermeisterin lädt ein zur offenen Gesprächsrunde

Mühlberg, den 07.05.2018

Strukturentwicklungskonzept für den Raum Mühlberg/Elbe

 

Der Raum Mühlberg/Elbe wird noch auf Jahrzehnte hin vom Kiesabbau und dessen Auswirkungen auf Landschaft und Orte geprägt sein. Für bereits abgeschlossenen Areale, die im Abbau befindlichen Standorte sowie dafür absehbar vorgesehene Flächen liegen bergrechtliche Planungen vor oder werden gegenwärtig erstellt. Im Stadtgebiet befinden sich weitere dem Bergrecht unterliegende Areale, für die bislang noch keine Aussagen zu einem künftigen Kiesabbau vorliegen.

 

Bislang gibt es keine räumlichen Entwicklungsvorstellungen, die heutige und künftige Standorte übergreifend betrachten. Die Stadt Mühlberg/Elbe lässt dazu gegenwärtig ein Strukturentwicklungskonzept erarbeiten. Im Konzept werden wichtige Handlungsbedarfe und Lösungen aufgezeigt, wie die durch den Kiesabbau verursachten Beeinträchtigungen für die Bewohner sowie die Landschaft zwischen Elbaue und Gohrischheide kurz- und mittelfristig vermindert und damit die Lebensqualität in den Orten schon während der Abbautätigkeit verbessert werden können. Zugleich sollen aber auch längerfristige Eignungen und Alternativen für eine verträgliche Entwicklung der heutigen und künftigen Abbauareale aufgezeigt werden.

 

In einer offenen Gesprächsrunde möchten die Bearbeiter die ermittelten Handlungsbedarfe sowie Lösungsansätze in folgenden Bereichen vorstellen:

 

  • Verkehr, Mobilität
  • Wohnumfeld/Orte, Landschaft
  • Bergbaufolgenutzungen

 

Gewünscht ist ein offener Austausch, um Ihre Vorstellungen und Anregungen aufzunehmen.

 

Dazu laden wir interessierte Einwohnerinnen und Einwohner am Donnerstag, 17. Mai 2018, um 18:00 Uhr in das Rathaus der Stadt Mühlberg/Elbe, Neustädter Markt ein.

  

Hannelore Brendel

Bürgermeisterin Stadt Mühlberg/Elbe